Vorgründungsphase – Klarheit schaffen, von Anfang an

Eine Existenzgründung ist sicher eines der einschneidenden Erlebnisse im Leben. Damit dieses Erlebnis nicht zu einem unkalkulierbarem Abenteuer wird, unterstützen wir Sie von Anfang an professionell auf Ihrem Weg in die Vorbereitung Ihrer Selbständigkeit. Dabei ist für uns unerheblich, ob es sich um eine Neugründung, eine Betriebsübernahme oder eine Unternehmensnachfolge handelt.

Vorgründungsphase – Bewertung Ihrer Geschäftsidee

In der Regel kommen die Gründer mit einer Geschäftsidee auf uns zu. In selteneren Fällen finden wir mit Gründern zusammen in der Vorgründungsphase heraus, wo Ihre Stärken und Interessen liegen und suchen dann gemeinsam nach einer Geschäftsidee.

Wir sind uns sicher, dass Jeder schon einmal eine Geschäftsidee hatte. Leider werden diese Ideen oft nicht ernst genommen und unter Vorbehalten schnell wieder über Bord geworfen. Es kommt somit gar nicht zu einer Vorgründungsphase bzw. einer Gedankenspielerei darüber. Typische Gegenreden gegen eine Idee sind:

  • Gibt es bestimmt schon,
  • Wenn es das noch nicht gibt, dann kann man damit bestimmt kein Geld verdienen,
  • Habe ich schon mal gehört,
  • Ist zu teuer,
  • Ist schwer umzusetzen.
  • etc.

Wir zeigen Ihnen in ersten Gesprächen, wie wir Ihre Geschäftsidee bewerten, einen ersten Markt- bzw. Kundencheck machen und letzlich die Realisierbarkeit Ihrer Idee einschätzen. So sind zum Beispiel Ideen, die bereits woanders schon realisiert wurden, kein Grund nicht weiter über diese Idee nachzudenken, da diese Idee ja woanders offensichtlich funktioniert.

Vorgründungsphase – Entwicklung eines Geschäftsmodells

Viele, die sich in der Vorgründungsphase für eine Geschäftsidee entschieden haben, versuchen diese sofort in einem Businessplan zu formulieren.

Wir halten dieses Vorgehen in der Vorgründungsphase für falsch, da mit einer einfachen Geschäftsidee noch viel zu viel unklar ist.

Wir entwickeln mit unseren Kunden in der Vorgründungsphase zuerst ein Geschäftsmodell, das auf der Idee der Business Model Canvas (Geschäftsmodell-Leinwand) beruht.

Hier finden wir in einem Workshop mit unseren Kunden ein gemeinsames Verständnis zu:

  • Zielgruppe,
  • Alleinstellungsmerkmalen / Kundennutzen,
  • Vertriebswegen,
  • Kundenansprache,
  • wichtigen Aktivitäten,
  • benötigten Ressourcen,
  • Schlüsselpartnern,
  • Einnahmequellen und
  • Kosten.

Danach hat man in der Vorgründungsphase ein klares Bild seiner Geschäftsidee und kann dieses auch formulieren und in einem Businessplan dokumentieren.

Übrigens fertigen wir solche Geschäftsmodelle auch immer wieder für etablierte Unternehmen.

Vorgründungsphase – Entwicklung eines Businessplans

Der Businessplan gehört für uns eindeutig in die To dos der Vorgründungsphase.

Wir kennen Gründer, die erst nach Gründung anfangen, sich mit Geschäftsmodell und Businessplan zu beschäftigen, obwohl die “Unternehmeruhr” schon läuft und sie sich eigentlich um Kunden, Marketing und die Organisation ihres operativen Geschäfts kümmern müssten.

Leider empfehlen auch zwielichtige Beraterkollegen die Erstellung von Businessplänen nach der Gründung. Die Motivation dieser Berater ist aber oft das eigene Portmonnaie, da sie die Beratungsleistungen über das Gründercoaching Deutschland (seit 01.01.2016 Förderung unternehmerischen Know-hows) abrechnen wollen und es in manchen Bundesländern keine Förderung der Vorgründungsphase gibt.

Verstehen Sie uns nicht falsch. Natürlich haben wir auch Fälle, in denen ein Businessplan in späteren Unternehmensphasen erstellt oder angepasst wird. Wenn Sie sich aber erstmalig mit einer Existenzgründung beschäftigen, gehört der Businessplan in die Vorgründungsphase.

Vorgründungsphase – Entwicklung eines Finanzplans

Ein Businessplan besteht aus einem Businessplan-Textteil und dem Finanzplan. Somit ist auch der Finanzplan Bestandteil der Vorgründungsphase.

Der Finanzplan ist ein auf Planungsprämissen beruhendes Modell der finanziellen unternehmerischen Zukunft des Unternehmens. Die Prämissen werden oft aus Branchenzahlen oder Zahlen von Vergleichsunternehmen abgeleitet und sind somit nicht unrealistisch, wie manche Kunden denken.

Typische Bestandteile des Finanzplan sind:

  • Umsatzplanung,
  • Materialkostenplanung / Planung der Fremdleistungen / Planung der Einkaufspreise bei Handelsunternehmen,
  • Personalkostenplanung,
  • Gemeinkostenplanung,
  • Investitionsplanung,
  • Planung der Steuern,
  • Kapitalbedarfsermittlung / Planung der Zinsen und Tilgung
  • Rentablitätsvorschau / GuV-Planung
  • Liquiditätsvorschau
  • Bilanzplanung (nicht immer nötig).